Das Etikett und die Siegel von iberischem Schinken lesen

Das Etikett und die Siegel von iberischem Schinken lesen

Das Etikett eines Schinkens erzählt seine ganze Geschichte — Rasse, Ernährung, Herkunft, Datum — wenn man weiß, wie man es liest. Dieser Leitfaden lehrt Sie, es auf Anhieb zu lesen und zu unterscheiden, was wirklich zählt und was nur eine Marketingaussage ist.

Die Handelsbezeichnung: das Erste, was man liest

Seit der Qualitätsnorm (Königliches Dekret 4/2014) fasst der rechtliche Name des Produkts Rasse und Ernährung in einer einzigen Formel zusammen. Es gibt vier: 100 % iberischer Bellota-Schinken, iberischer Bellota-Schinken (Kreuzungsrasse, meist 75 % oder 50 % iberische Rasse), iberischer Cebo-de-campo-Schinken und iberischer Cebo-Schinken. Wenn das Etikett nicht genau eine dieser vier Formeln zeigt, ist Vorsicht geboten. Der Begriff „recebo“ existiert nicht mehr: er wurde durch diese Norm abgeschafft. Wir erklären es ausführlich in Wie man iberischen Schinken auswählt.

Das farbige Siegel: Rasse und Ernährung auf einen Blick

Jedes Stück trägt ein farbiges Band am Eisbein: schwarz (100 % iberischer Bellota), rot (iberischer Bellota), grün (Cebo de campo) oder weiß (Cebo). Es ist die visuelle Zusammenfassung der Handelsbezeichnung und muss mit ihr übereinstimmen. Wir erklären es Stück für Stück in Banderolen und Siegel.

Die Herkunftsbezeichnungs-Banderole

Wenn das Stück eine g.U. Guijuelo trägt, hat es auch die nummerierte Banderole des Kontrollrats: Sie zertifiziert, dass es in Guijuelo nach der entsprechenden Norm gereift ist. Diese Nummer ist einzigartig und rückverfolgbar. Was die Bezeichnung genau garantiert, erfahren Sie in Die g.U. Guijuelo erklärt.

Das Gesundheitsregister

Das Etikett enthält die allgemeine Gesundheitsregisternummer des Produzenten für Lebensmittelbetriebe und -produkte. Es ist der offizielle Bezeichner, der das Stück mit einer konkreten, legalen Fabrik verknüpft. Das ist kein Marketing: Es ist die obligatorische Rückverfolgbarkeit, die Sie wissen lässt, wer es hergestellt hat.

Der Rückverfolgbarkeitscode und das Datum

Der Lot- und Rückverfolgbarkeitscode ermöglichen es, das Stück bis zu seinem Ursprung zurückzuverfolgen. Viele Etiketten enthalten das Salzdatum oder den Produktionsbeginn: Daraus können Sie die tatsächliche Reifezeit schätzen, die in Guijuelo dank des Bergmikroklimas lang ist. Ein Stück mit kurzer Reifung und Bellota-Preis ist ein Warnsignal.

Gewicht und kommerzielle Daten

Barcode, Nettogewicht und Preis pro Kilo schließen das Etikett ab. Es lohnt sich zu prüfen, ob das Gewicht mit oder ohne Knochen angegeben ist, da sich dadurch die tatsächliche Ausbeute des Stücks ändert. Und eine Paleta ist kein Schinken, auch wenn das Etikett ähnlich aussieht: Die Paleta ist das Vorderbein, kleiner und mit kürzerer Reifung.

Ein Etikett in 30 Sekunden lesen

  1. Suchen Sie die rechtliche Handelsbezeichnung (eine der vier Formeln).
  2. Prüfen Sie, ob die Siegelfarbe mit dieser Bezeichnung übereinstimmt.
  3. Wenn g.U. Guijuelo angegeben ist, suchen Sie die nummerierte Banderole.
  4. Schauen Sie auf das Gesundheitsregister: Es muss einen identifizierbaren Produzenten geben.
  5. Prüfen Sie das Gewicht (mit oder ohne Knochen) und den Preis pro Kilo, nicht nur den Gesamtpreis.

Wenn alle fünf Punkte stimmen, wissen Sie, was Sie kaufen. Wenn eines fehlt oder nicht passt, fragen Sie nach, bevor Sie zahlen.

Bei Hernández Jiménez

Sie kaufen direkt ab Werk: g.U. Guijuelo-Siegel, eigene Markenbanderole und vollständige Rückverfolgbarkeit von unseren Kellern in Guijuelo bis zu Ihnen nach Hause. Wenn Sie den Ursprung eines bestimmten Stücks überprüfen möchten, können Sie dessen Rückverfolgbarkeit anfordern.